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Zum Thema Desinfektion

Zurzeit wird ja die gesamte Menschheit durch die Corona-Pandemie auf eine Probe gestellt, wie sie in einer solchen Flächenausdehnung in der Geschichte der Humanmedizin noch nie aufgetreten ist. Zwar gab es immer schon furchtbare Krankheiten in einem Ausmaß, das viele Menschen das Leben kostete – man denke nur an die jüngeren pathologischen Ereignisse der Pocken oder der Spanischen Grippe – beide im letzten Jahrhundert. Aber auch schon vor hunderten von Jahren wurde etwa ganz Europa von der Pest heimgesucht. Dass sich solche Ereignisse in Zeiten der Globalisierung und nie dagewesener Mobilität um den gesamten Erdball spannen können, erleben wir alle gerade mit – diese pandemische Ausbreitung einer Krankheit ist zumindest für Biologen aber leider keine ganz neue Erkenntnis.

Denn auch Krankheiten von Tieren oder Pflanzen können sich – neben Parasiten und Schädlingen –infolge weltweiten Güter- und Personenverkehrs in kurzer Zeit flächendeckend auf der Erde breit machen. Dafür gibt es inzwischen zahlreiche Beispiele. An dieser Stelle ist die Verbreitung der Krebspest durch den Signalkrebs zu erwähnen, da diese Krankheit die heimischen Flusskrebsarten massiv bedroht. Eine ausführliche Präsentation zur aktuellen Situation der Flusskrebse in Österreich sowie den möglichen Maßnahmen zum Schutz der Tiere können sie HIER nachsehen.

Wir Gewässerökologen stehen dadurch nicht selten im Spannungsfeld zwischen Erkenntnisgewinn (durch Probenahme, Kartierung oder Elektrobefischung) – nicht zuletzt als nötige Grundlage, um genau den betroffenen Tierarten helfen zu können – und der Gefahr, selbst zum todbringenden Überträger zu werden.

Um diese Gefahr so gering wie möglich zu halten, haben wir von blattfisch e.U. uns ein entsprechendes Regelwerk zurecht gelegt - so achten wir etwa bei der Probestreckenauswahl und -abfolge sehr genau auf mögliche Übertragungswege.

Und wir desinfizieren unser Arbeitsmaterial und -kleidung so oft wie möglich und immer, wenn es nur entfernt nötig erscheint. Dazu hat unser „Desinfektionsbeauftragter“, Stefan Auer den hier als pdf-file verfügbaren Text verfasst.

Nehmen Sie sich die Zeit und lesen sie den kurzen Artikel durch – und halten Sie sich nach Möglichkeit an die Vorschläge – bei weiterem Informationsbedarf kontaktieren sie uns gerne unter officeblattfischat

Durch erhöhte Vorsicht schützen wir unsere Natur und vor allem die ohnehin schon massiv unter Druck stehenden seltenen Tierarten!