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CHARM – Horizonterweiterung in Deutschland

Das Wassernetzwerk des Bundeslandes Baden-Württemberg macht möglich, was auch unserer Praxis- und Forschungslandschaft im Gewässerbereich guttun würde. Forschergruppen - die sich aus jeweils drei Universitäten zusammensetzen müssen - werden großzügig über fünf Jahre gefördert.
Eines dieser Teams beschäftigt sich intensiv mit den Herausforderungen, die in Zusammenhang mit Stauräumen bereits entstanden sind bzw. noch auf uns zukommen werden. Unter dem Kürzel CHARM (CHAllenges of Reservoir Management) werden unterschiedlichste Aspekte diesbezüglich behandelt, wie beispielsweise die Verlandung von Stauräumen inklusive ökologisch verträglicher Managementmaßnahmen, die Bedeutung von Biofilmen, die Toxizität von Cyanobakterien-Blüten, der Ausstoß klimarelevanter Gase aus den Reservoiren und dessen Reduktionsmöglichkeiten sowie gesellschaftliche Akzeptanz und Herausforderungen in Entscheidungsprozessen im Zusammenhang mit dem Bau und Management solcher Speicherseen.

Sarah Höfler vom Büro blattfisch erhielt die Gelegenheit, bei der Präsentation der ersten Zwischenergebnisse im Rahmen eines Kolloquiums auf der Universität Freiburg dabei zu sein und ihr Wissen zu diesen Themen deutlich zu erweitern. Global gesehen geht jährlich circa 1% der Speicherkapazität in den Reservoiren verloren und dahingehende Managementmaßnahmen (z.B. Spülungen) sind immer wieder ein Diskussionsthema. Darüber hinaus können in Stauen klimarelevante Gase wie Methan entstehen, die von enormer Bedeutung für Klimaveränderungen sind. Auch toxische Blaualgenblüten werden durch die sich ändernden klimatischen Bedingungen zunehmend relevant. Angesichts dieser wichtigen Zukunftsthemen brachte die Teilnahme an der Veranstaltung eine umfangreiche Wissensbasis für die Bearbeitung solcher Fragestellungen.